Ein Herz für Marzipan

WIE ALLES BEGANN

Meine Leidenschaft für Marzipan und Schokolade entdeckte ich schon in meiner frühen Kindheit. Allerdings war es zunächst wohl eher die Tatsache, dass Marzipan eine essbare Kinderknete ist und weniger, dass es nur eine Süßigkeit war.
An den kreativen Kunstwerken waren wohl auch die Gene meines Opas, der Gürtler von Beruf war (heute Metallkunsthandwerker) nicht ganz unbeteiligt.

 

KINDHEITSERINNERUNGEN

Als Grundschulkind fuhr ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in den Urlaub in den Schwarzwald, auf einen Bauernhof. Dort lernte ich auf spielerische Weise viel über Esskultur und die gute Bauernküche. Natürlich durften hier auch die köstlichen Kuchen und Torten nicht fehlen. Ich liebte es den frisch gebackenen Pflaumenkuchen noch warm vom Blech zu naschen. Der Duft von Hefekuchen und Zwetschgen mit einer Prise Zimt lag dann immer in der Luft.
Natürlich musste man für den Kuchen aber erst einmal das Obst an den steilen Hängen von den Bäumen pflücken. Als Kind mochte ich diese Arbeit nicht besonders, aber man wurde für seine Arbeit mit einem besonderen Ergebnis belohnt. Diese Kindheitserlebnisse begleiten mein Handeln bis heute. Ich habe damals schon gelernt, was es heißt die Natur zu respektieren. Sie schenkt uns so viel Wunderbares. Wir müssen nur wissen, wie wir ihre Geschenke durch unser handwerkliches Können zu perfekten Kompositionen werden lassen.

SÜSSE AUSBILDUNG

Nachdem mich die süßen Dinge des Lebens in ihren Bann gezogen haben lernte ich Konditorin. Meine Berufswahl wurde damals sicherlich auch von der Stadt Augsburg geprägt, denn dort wurde ich 1983 geboren und wuchs ich auf. Nicht umsonst wird Augsburg auch als heimliche Hauptstadt der Konditoren bezeichnet, gibt es dort doch die höchste Dichte von Konditoreien bezogen auf die Einwohnerzahl.
Mit dem Gesellenbrief und ein paar Auszeichnungen im Gepäck ging ich auf Wanderschaft in traditionsreichen Konditoreibetrieben, in denen immer noch sehr viel Wert auf handwerkliches Arbeiten gelegt wurde. Während dieser Zeit hatte ich jedoch immer ein festes Ziel vor Augen: den Besuch der Meisterschule in Heidelberg. Diese erfolgreich beendet und meine Prüfung abgelegt, zog es mich wieder in die Ferne.

HANDWERKSKUNST LEBEN

Eines Tages bekam ich die Chance in einer renommierten Konditorei, in der die alte handwerkliche Kunst des Modellierens noch gelehrt wird (was ja schon immer von Kindheit an mein Traum war) arbeiten zu dürfen. Nach vier Jahren stand dann endgültig für mich fest, dass ich diese Arbeit nie mehr missen möchte. So beschloss ich,  meine „Kunstwerke“ anzubieten. Natürlich durfte dann meine Leidenschaft für Schokolade, Pralinen und die vielen anderen süßen Dinge des Lebens nicht vernachlässigt werden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) der damals schon kein Kostverächter, besonders von Schokoladetäfelchen, war sagte einmal:

„Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurück lässt, ist bleibend.“


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Erkunden meiner Köstlichkeiten und viel Genuss beim Verzehr.

Meister Eders MEILENSTEINE

  • 1983 in Augsburg geboren
  • 2002 Gesellenprüfung als Konditorin Abschluss mit "sehr gut"
  • Innungs- und Kammersiegerin
  • Drittplatzierte beim bayrischen Landesentscheid
  • 2005 Ablegung der Meisterprüfung
  • Abschluss mit der Bestnote "sehr gut"